Stell dir vor, du stehst vor der Wahl: Ein neues Auto oder ein einziger Speicherchip für deinen Computer? Klingt absurd? Nicht mehr, seit der Preis für den weltgrößten SSD, den Solidigm D5-P5336 mit beeindruckenden 122.88 Terabyte Kapazität, in nur neun Monaten explodiert ist. Was im Mai 2025 noch als Schnäppchen für Enterprise-Kunden galt, kostet heute über 37.000 Dollar – eine Steigerung um fast 200 Prozent. Diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die turbulenten Zeiten in der Hardware-Branche, wo Nachfrage aus dem KI-Bereich und begrenzte Produktionskapazitäten die Preise in die Höhe treiben. Für Gamer, die immer auf der Suche nach mehr Speicher für ihre umfangreichen Bibliotheken sind, könnte das bedeuten, dass High-End-Storage bald unerschwinglich wird.

Der Solidigm D5-P5336 wurde im November 2024 angekündigt und kam im Mai 2025 auf den Markt. Zu Beginn lag der Preis bei Tech-America bei etwa 12.399 Dollar, was einem Preis von rund 101 Dollar pro Terabyte entsprach. Das war für ein Gerät dieser Größe durchaus attraktiv, besonders für Server, Speicherarrays, Cloud-Storage und Data-Center, wo Platz und Effizienz entscheidend sind. Der SSD ist im 2,5-Zoll-Format mit einer Dicke von 15 Millimetern gebaut und wiegt gerade einmal 166 Gramm. Seine Leistung ist beeindruckend: Sequenzielle Leseleistungen von bis zu 6,84 Gigabyte pro Sekunde und Schreibleistungen von 2,93 Gigabyte pro Sekunde machen ihn ideal für leseintensive Anwendungen. Bei zufälligen Operationen erreicht er 900.000 IOPS beim Lesen und 19.000 IOPS beim Schreiben. Die Haltbarkeit ist mit 0,6 Drive Writes pro Tag und insgesamt 137.523 Terabyte geschriebenen Daten auf fünf Jahre Garantie ausgelegt. Die mittlere Zeit zwischen Ausfällen wird auf 228 Jahre geschätzt – eine statistische Größe, die die Zuverlässigkeit unterstreicht.

Doch was hat zu dieser massiven Preissteigerung geführt? Experten sehen mehrere Faktoren am Werk. Hochkapazitäre NAND-Chips werden nicht in denselben Massen produziert wie Standard-Flash-Speicher, was die Versorgung anfällig für Engpässe macht. Große Bestellungen von Hyperscale-Kunden, wie Cloud-Anbietern, können die Verfügbarkeit schnell einschränken. Zudem basieren Enterprise-SSD-Preise oft auf Verträgen, nicht auf öffentlichen Listenpreisen. Der aktuelle Verkaufspreis könnte auf begrenzte Lagerbestände, Anpassungen durch Händler oder Korrekturen früherer Preise zurückzuführen sein. Ähnlich wie bei der jüngsten RAM-Knappheit und Strategien für kleine Hersteller, die wir kürzlich beleuchtet haben, zeigt sich hier, wie globale Nachfrage die Märkte beeinflusst. Für Gamer, die ihre Systeme aufrüsten wollen, erinnert das an die Herausforderungen bei der Auswahl der besten SSDs für den Steam Deck, wo Kapazität und Preis im Gleichgewicht stehen müssen.

Der Preis pro Terabyte liegt nun bei etwa 302 Dollar, was das Gerät zwei- bis sechsmal teurer macht als kleinere Alternativen. Verbraucher-NVMe-Laufwerke kosten oft zwischen 40 und 80 Dollar pro Terabyte, während Enterprise-SSDs in Größen von 7,68 bis 30,72 Terabyte unter 150 Dollar pro Terabyte fallen können, besonders bei Großabnahmen. Der Vorteil des D5-P5336 liegt in seiner Dichte: Er packt immense Kapazität in einen einzigen 2,5-Zoll-Slot, was Kabel, Ports und Energie spart. Für Betreiber mit begrenzten Ressourcen ist das ein echter Mehrwert, doch der Preisaufschlag verändert die Rechnung grundlegend. Käufer zahlen nicht nur für Speicher, sondern für die Konzentration in einem Gerät – eine Prämie, die sich rasant erhöht hat.

Diese Entwicklung spiegelt breitere Trends in der Tech-Industrie wider. Die explosionsartige Nachfrage nach Speicher durch KI-Anwendungen und Cloud-Dienste treibt die Preise hoch, während Produktionskapazitäten nicht Schritt halten. Für Gamer bedeutet das, dass High-End-Hardware wie leistungsstarke SSDs teurer werden könnte, was Upgrades erschwert. Wer günstige Alternativen sucht, könnte bei Plattformen wie Game Key Compare fündig werden, wo man legale und preiswerte Optionen für Spiele und Bundles findet, die mit Hardware-Upgrades kombiniert werden können.

In meiner Einschätzung ist diese Preisexplosion ein Weckruf für die Branche. Sie unterstreicht, wie abhängig wir von begrenzten Ressourcen sind und wie KI den Markt verändert. Für Gamer und Enthusiasten könnte das bedeuten, dass wir uns auf effizientere, kostengünstigere Lösungen konzentrieren müssen, anstatt immer auf das Größte zu setzen. Langfristig hoffe ich auf mehr Wettbewerb und Innovation, die Preise stabilisieren.

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Quelle: World’s largest SSD has tripled in price in just nine months and now costs more than a new car