Assassin’s Creed Hexe bleibt eines der geheimnisvollsten Ubisoft-Projekte – und bekommt jetzt wohl den nächsten personellen Dämpfer. Nachdem im Februar bereits Creative Director Clint Hocking ersetzt wurde, deutet ein aktueller LinkedIn-Post darauf hin, dass auch Game Director Benoit Richer nicht mehr an Bord ist. Für ein Spiel, das seit Jahren nur in kleinen Häppchen kommuniziert wird, ist das ein weiteres Signal, das viele Fans aufhorchen lässt.

Was bisher bekannt ist

Die neue Entwicklung geht auf einen öffentlichen Beitrag von Benoit Richer zurück. Darin schreibt er, dass er als Game Director zu Servo Games wechselt. Laut dem Bericht von Rock Paper Shotgun ist Richer dort nicht nur neuer Leiter, sondern auch Mitgründer – gemeinsam mit Alex Drouin, Luc Tremblay und Dany Marcoux, allesamt Branchenveteranen mit Ubisoft-Vergangenheit.

Wichtig: Richer hat in dem Beitrag nicht ausdrücklich erklärt, warum er Ubisoft verlässt oder wann der Wechsel intern genau vollzogen wurde. Laut Profil war er noch in diesem Monat bei Ubisoft gelistet. Ebenso offen bleibt, wer die Position bei Hexe jetzt übernehmen soll.

Damit reiht sich der Schritt in eine bereits laufende Umbesetzung ein. Nach Hockings Abgang hatte Ubisoft Jean Guesdon als neuen Creative Director bestätigt. Dass in kurzer Zeit sowohl Creative- als auch Game-Lead wechseln, ist bei einem AAA-Projekt grundsätzlich relevant – vor allem, wenn es ohnehin kaum offizielles Material gibt.

Warum der Abgang bei Hexe stärker wirkt als bei anderen Projekten

Bei laufenden Live-Spielen lassen sich personelle Wechsel oft über regelmäßige Updates, Community-Posts oder Roadmaps auffangen. Bei Hexe ist die Lage anders: Das Spiel wurde vor fast vier Jahren angekündigt, ohne dass bislang ein klar umrissenes Gesamtbild veröffentlicht wurde. Jede Personalmeldung bekommt dadurch automatisch mehr Gewicht.

Ubisoft selbst hatte Hexe zuletzt als „einzigartige, düstere und narrative Assassin’s-Creed-Erfahrung“ beschrieben, angesiedelt in einem „entscheidenden historischen Moment“. In der Community halten sich seit Längerem Spekulationen über ein Setting rund um Hexenverfolgungen im Heiligen Römischen Reich. Offiziell bestätigt ist dieses Szenario aber weiterhin nicht.

Für Spielerinnen und Spieler heißt das: Es gibt nach wie vor viele Fragen zu Tonalität, Struktur und Release-Fenster. Und genau in so einer Phase gelten stabile Führungsrollen als wichtig, weil sie Vision, Prioritäten und Teamrhythmus zusammenhalten.

Ubisofts größerer Kontext: Umbau, Kürzungen, Projektstopps

Die Meldung zu Hexe steht nicht isoliert. Ubisoft hat in den letzten Monaten mehrfach Stellen abgebaut und Projekte beendet. Rock Paper Shotgun verweist unter anderem auf Entlassungen sowie abgesagte Titel, darunter auch das eingestellte Prince-of-Persia-Remake in der damaligen Form.

Für den Konzern ergibt das eine klare Linie: Fokus schärfen, Kosten kontrollieren, Portfolio neu ordnen. Für die Community wirkt derselbe Prozess oft widersprüchlich, weil gleichzeitig neue Großprojekte angekündigt und bestehende Strukturen ausgedünnt werden.

Wenn du den Ubisoft-Kurs der letzten Wochen nachlesen willst, passen dazu unsere Einordnungen zu Ubisofts Pipeline bei Far Cry und Assassin’s Creed sowie zu 105 Entlassungen bei Ubisoft Red Storm. Ebenfalls relevant für den Branchenkontext ist der Blick auf Tencent schließt TiMi Montreal.

Was bedeutet das für Fans von Assassin’s Creed?

Kurzfristig ändert sich für die Spielerbasis vor allem eines: die Unsicherheit. Ohne neue offizielle Details zu Gameplay, Umfang und Zeitplan bleiben personelle Wechsel die sichtbarsten Signale. Das erzeugt schnell den Eindruck, dass das Projekt weiter intern neu sortiert wird.

Langfristig muss das nicht automatisch schlecht sein. Führungswechsel können ein Projekt auch stabilisieren, wenn danach klarere Entscheidungen und ein konsistenter Produktionsplan folgen. Entscheidend ist, ob Ubisoft in den nächsten Monaten konkrete Informationen liefert statt nur atmosphärischer Teaser.

Wer parallel die Preisentwicklung kommender Ubisoft-Releases beobachtet, landet erfahrungsgemäß schnell bei Begriffen wie CD Key Preisvergleich, PC Game Keys Deals oder Gaming Deals Deutschland. Für Hexe selbst ist das aber noch Zukunftsmusik – aktuell geht es erst einmal um verlässliche Projektkommunikation.

Einschätzung

Der mutmaßliche Abgang von Benoit Richer ist keine Katastrophenmeldung, aber klar ein Warnzeichen für ein ohnehin fragiles Kommunikationsbild rund um Hexe. Ubisoft braucht jetzt vor allem Transparenz: ein klares Update zur Projektführung, belastbare neue Infos und einen realistischen Fahrplan. Sonst bleibt Assassin’s Creed Hexe vorerst das, was es seit Jahren ist – ein großes Versprechen mit zu vielen offenen Stellen.

Mehr News findest du im Hub Game News.

Quelle: After losing its creative director, it looks like Assassin’s Creed Hexe has lost its game director now too (Rock Paper Shotgun)