Control Resonant hat jetzt den wichtigsten Marker kurz vor dem Herbstfinale: Remedy nennt den 24. September 2026 als weltweiten Starttermin für PS5, Xbox Series X|S und PC. GeForce Now ist ebenfalls dabei, während die Mac-Fassung später im Jahr über Steam und den App Store folgen soll. Damit rückt das nächste große Remedy-Spiel aus der Trailer-Phase heraus und wird zu einem sehr konkreten Test für die neue Richtung der Serie.
Der Zeitpunkt ist spannend, weil Control Resonant nicht einfach nur mehr Control verspricht. Remedy beschreibt den Nachfolger als Action-Adventure-RPG, in dem Dylan Faden im Mittelpunkt steht. Die Handlung verlegt den paranormalen Ausnahmezustand nach Manhattan, das an der Grenze zur vollständigen Realitätskatastrophe steht. Wer unsere frühere Einordnung zu Dylan als neuer Hauptfigur gelesen hat, kennt die wichtigste Verschiebung bereits: Jesse Faden bleibt relevant, aber spielbar ist diesmal ihr Bruder.
Warum der Termin Gewicht hat
Der 24. September liegt mitten in einem dicht gedrängten Releasefenster. Schon unser Überblick zu den PC-Releases im September zeigte, wie eng Horror, Rollenspiel und große Einzelspieler-Projekte in diesem Monat beieinanderliegen. Für Remedy ist das Risiko und Chance zugleich. Ein ruhigerer Monat hätte mehr freie Bühne geboten, aber ein starker September kann auch beweisen, dass Control Resonant nicht nur von Markenname und Stil lebt.
Remedy formuliert die Prämisse bewusst größer als beim ersten Teil. Statt der überwiegend abgeschlossenen, brutalistischen Architektur des Oldest House geht es nun um ein verzerrtes Manhattan. Das bedeutet nicht automatisch klassische Open-World-Routine. Die bisherigen Aussagen deuten eher auf große, klar getrennte Zonen, Erkundung, Nebenaktivitäten und optionale Entdeckungen hin. Genau diese Grenze ist wichtig: Control Resonant muss offener wirken, ohne den eigenartigen Druck zu verlieren, der den Vorgänger getragen hat.
Dylan Faden verändert den Ton
Dylan ist keine neutrale Ersatzfigur. Im ersten Control war er bereits eng mit der Geschichte um Jesse, das Federal Bureau of Control und den Hiss verbunden. Ihn jetzt ins Zentrum zu stellen, macht aus dem Nachfolger kein bequemes Wiedersehen, sondern eine Perspektivverschiebung. Remedy kann die Welt dadurch anders lesen: weniger Direktorin im Zentrum einer Behörde, mehr beschädigter Mensch in einer Stadt, die ihn wieder in denselben Albtraum zieht.
Spielerisch passt dazu der Wechsel in Richtung Action-RPG. Remedy nennt außergewöhnliche Kräfte, eine Realität verbiegende Bedrohung und mehr Rollenspielstruktur. Frühere Details sprachen außerdem von stärkerem Nahkampf und einer formwandelnden Waffe. Das ist ein mutiger Bruch, weil Control stark über telekinetische Schusswechsel und präzise Raumkontrolle funktioniert hat. Wenn Resonant diese Energie in direktere Kämpfe übersetzt, muss sich das sofort sauber anfühlen.
Plattformen und Erwartungen
Zum Start sind PS5, Xbox Series X|S, PC über Steam und Epic Games Store sowie GeForce Now geplant. Dass Remedy das Spiel selbst entwickelt und veröffentlicht, ist ebenfalls bemerkenswert. Nach Jahren mit externen Publishing-Strukturen steht Control Resonant stärker als eigenes Remedy-Projekt da, während Annapurna Pictures die Produktion mitfinanziert und mitproduziert. Für ein Studio, das zuletzt seine Marken stärker bündelt, ist das ein klares Signal.
Im PlayStation-Umfeld fällt der Termin zusätzlich in eine Phase, in der Sony mehrere düstere Einzelspieler-Projekte sichtbar macht. Silent Hill: Townfall sucht psychologischen Horror, Marvel’s Wolverine setzt auf körperliche Härte, und Control Resonant besetzt den surrealen Action-RPG-Raum dazwischen. Wer den größeren PlayStation-Kalender verfolgt, findet solche Linien auch in Sonys Gamescom-Überblick zu 19 PS5-Spielen.
Einschätzung
Die entscheidende Frage ist nun nicht mehr, ob Control Resonant ungewöhnlich aussieht. Das war bei Remedy fast zu erwarten. Entscheidend wird, ob der neue Maßstab hält: mehr Fläche, mehr Systeme, mehr Nähe zu Dylan und trotzdem die dichte, unruhige Identität der Serie. Gerade weil Remedy kein reines Soulslike und keine Standard-Open-World verkaufen will, muss die Struktur klar lesbar sein.
Auf dem Papier steht der Nachfolger gut da. Der Termin ist konkret, die Plattformliste breit, die Prämisse stark genug für alte Fans und verständlich genug für neue Spieler. Wenn Manhattan nicht nur Kulisse bleibt, sondern spielerisch genauso fremd wirkt wie das Oldest House damals, könnte Control Resonant einer der auffälligsten September-Titel werden. Weitere Meldungen aus demselben Bereich sammelt unser Game-News-Hub.
Quelle: CONTROL Resonant bei Remedy Entertainment und Control Resonant im PlayStation Blog
