Monatelang war es auffällig still um The Duskbloods und die Switch-2-Version von Elden Ring. Jetzt kommt wieder Bewegung rein: In einem aktuellen Finanzbericht führt Kadokawa, der Mutterkonzern von FromSoftware, beide Titel weiterhin als geplante Switch-2-Releases für 2026. Eine exakte Datumsansage gibt es zwar noch nicht, aber die Signalwirkung ist klar: Beide Projekte sind offiziell weiter im Zeitfenster.

Für viele Fans ist das vor allem deshalb relevant, weil zuletzt eher die Unsicherheit überwog. Bei The Duskbloods gab es nach dem Reveal kaum neues Material. Und bei Elden Ring: Tarnished Edition stand nach Berichten über schwache Performance auf der neuen Nintendo-Hardware die Frage im Raum, ob sich der Plan noch einmal verschiebt. Der neue Verweis in den Finanzunterlagen wirkt deshalb wie ein nüchternes, aber wichtiges Lebenszeichen.

Was Kadokawa tatsächlich bestätigt hat

Laut Eurogamer listet Kadokawa in seinen Unterlagen sowohl The Duskbloods als auch Elden Ring: Tarnished Edition als Titel, die 2026 für Switch 2 vorgesehen sind. Das ist keine Trailer-Offensive und auch kein Marketing-Event, aber in der Praxis oft belastbarer als lose Social-Media-Hinweise. Finanzberichte sind kein Raum für große Show, sondern für Planstände, die intern abgestimmt wurden.

Gleichzeitig sollte man nicht mehr hineinlesen als drinsteht. Die Angabe „2026“ ist ein Zeitkorridor, kein fester Launch-Tag. Gerade bei technisch aufwendigen Ports kann die finale Qualitätssicherung den Terminplan noch beeinflussen. Wer die letzten Monate rund um Nintendo- und Third-Party-Timings verfolgt hat, weiß: Zwischen Zieljahr und Release-Woche liegt häufig noch ein weiter Weg.

The Duskbloods bleibt das größere Fragezeichen

Bei The Duskbloods ist bisher vor allem das Grundkonzept bekannt: Mehrere Spieler, kompetitive und PvE-nahe Elemente, dazu ein deutlich anderes Tonalitätsmix als klassische FromSoftware-Soloabenteuer. Genau diese Mischung macht den Titel spannend, aber auch schwer einzuordnen. Ohne frisches Gameplay-Material bleibt offen, wie ambitioniert das Projekt in der Praxis wirklich ausfällt.

Im aktuellen Marktumfeld ist diese Zurückhaltung nicht ungewöhnlich. Studios zeigen heute oft später und kompakter, um Erwartungsdruck zu steuern. Trotzdem wächst damit auch das Risiko, dass Community-Debatten vor allem auf Spekulation beruhen. Wer bereits die Diskussionen um Elden-Ring-2-Gerüchte verfolgt hat, kennt dieses Muster: viel Hype, wenig belastbare Daten.

Elden Ring auf Switch 2: Technische Erwartung statt schneller Hype

Beim Elden-Ring-Port liegt der Knackpunkt klar auf der Performance. Laut früheren Berichten wurde der Release nach hinten geschoben, damit FromSoftware mehr Zeit für Optimierung bekommt. Genau deshalb ist der aktuelle 2026-Verweis durchaus positiv: Er deutet darauf hin, dass das Projekt nicht eingefroren wurde, sondern weiter aktiv geplant ist.

Für Spielerinnen und Spieler auf Switch 2 zählt am Ende nicht nur, ob das Spiel startet, sondern wie stabil es läuft. Gerade bei einem Titel wie Elden Ring entscheiden Frametimes, Lesbarkeit und Eingabelatenz direkt über das Spielgefühl. Ein technisch sauberer Port dürfte daher wichtiger sein als ein paar Wochen früherer Release.

Wer die Plattformentwicklung insgesamt beobachtet, sollte außerdem Nintendos breiteren Kontext im Blick behalten. Themen wie Produktionsplanung und Nachfrage beeinflussen auch, wie aggressiv Third-Party-Partner ihre Veröffentlichungen takten. Einen guten Überblick dazu gibt unser Beitrag zur Switch-2-Nachfrage und Produktionsdebatte.

Was das für den Herbst-Fahrplan bedeuten könnte

Mit Summer Game Fest Anfang Juni liegt ein realistisches Fenster für konkrete Updates auf dem Tisch. Falls FromSoftware dort neue Szenen oder Terminfenster zeigt, wäre das der nächste harte Prüfpunkt für den 2026-Plan. Ohne diesen Schritt bleibt die Lage zwar nicht negativ, aber weiterhin vage.

Für Leser, die neben Release-News auch auf Preise achten, bleibt bis dahin vor allem Vergleichsarbeit sinnvoll. Gerade bei großen Ports schwanken Editionen, Vorbesteller-Boni und Store-Aktionen oft kurzfristig. Solche Bewegungen sind für viele beim Plattformwechsel relevanter als reine Schlagzeilen zum Zieljahr.

Einschätzung

Der Kadokawa-Hinweis ist kein Paukenschlag, aber ein wichtiges Stabilitätssignal: The Duskbloods und Elden Ring stehen für Switch 2 weiterhin im 2026-Fahrplan. Für eine echte Entwarnung braucht es trotzdem den nächsten Schritt mit Gameplay und konkreteren Terminen. Bis dahin ist die beste Haltung eine Mischung aus vorsichtigem Optimismus und gesunder Skepsis.

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Quelle: Eurogamer – We haven’t heard anything for months about The Duskbloods and Elden Ring coming to Switch 2, but FromSoftware’s owner insists they’re still coming out this year