Eidos Montréal steckt erneut in einem harten Umbruch. Das Studio hat bestätigt, dass 124 Mitarbeitende ihren Job verlieren. Gleichzeitig trennt sich das Unternehmen von Studiochef David Anfossi, der den Standort seit 2013 geführt hat. Die Meldung ist deshalb bemerkenswert, weil Eidos Montréal weiter zu den bekanntesten Studios im AAA-Bereich zählt und mit Reihen wie Deus Ex, Thief oder Guardians of the Galaxy eng verbunden ist.
Der Schritt kommt zudem nicht aus dem Nichts. Schon 2025 hatte Eidos Montréal Personal abgebaut. Jetzt fällt der Einschnitt deutlich größer aus und trifft laut Statement sowohl Produktions- als auch Support-Teams. Für die Branche ist das ein weiteres Signal dafür, wie stark Publisher und Tochterstudios 2026 auf Effizienz und engere Projektpriorisierung setzen.
Was offiziell bestätigt wurde
Die belastbare Primärquelle ist der Bericht von Rock Paper Shotgun, der sich auf ein öffentliches Statement des Studios stützt. Darin erklärt Eidos Montréal, der Abbau von 124 Stellen sei die Folge veränderter Projektanforderungen. Das Studio wolle seine Kräfte dort bündeln, wo es am wirksamsten sein könne. Diese Formulierung klingt nüchtern, ist aber in der Praxis meist ein Hinweis darauf, dass laufende Planungen reduziert, neu zugeschnitten oder intern anders verteilt werden.
Zusätzlich bestätigt das Statement, dass sich das Studio und David Anfossi trennen. Ein Nachfolger wurde noch nicht genannt, stattdessen verweist Eidos Montréal auf einen laufenden Übergangsplan. Diese Kombination aus Stellenabbau und Führungswechsel macht die Nachricht schwerer als eine gewöhnliche Sparrunde.
Warum Eidos Montréal unter Druck steht
Eidos Montréal arbeitet seit einiger Zeit nicht mehr als klassisches Einzelprojekt-Studio mit klarer Außenkommunikation. Nach der gemeldeten Einstellung eines neuen Deus-Ex-Projekts 2024 wurde der Standort laut bisherigen Berichten stärker in Support-Rollen eingebunden, unter anderem für Fable und Grounded 2. Das wirkt von außen stabiler, macht ein Studio intern aber auch abhängiger von Mandaten anderer Teams und Publisher-Partner.
Genau darin liegt das Problem. Wenn ein Studio primär Zulieferer für größere Produktionen wird, hängen Auslastung und Personalplanung stark davon ab, welche Aufgaben gerade gebraucht werden. Ändern sich diese Bedarfe, schlagen Kürzungen oft direkt auf die Belegschaft durch. Der aktuelle Fall erinnert deshalb an andere Industrie-Meldungen, etwa den Umbau bei Ubisoft Red Storm, wo aus Entwicklungsarbeit ebenfalls stärker Support-Strukturen wurden.
Was das für Projekte und Fans bedeuten könnte
Offiziell wurden keine neuen Projektabsagen angekündigt. Trotzdem ist die Richtung klar: Eidos Montréal wird mit weniger Leuten arbeiten und parallel eine neue Führung aufbauen müssen. Für Fans von Deus Ex ist das besonders bitter. Zwar sagt die aktuelle Meldung nichts direkt über die Zukunft der Marke, aber sie zeigt erneut, dass das Studio im Moment vor allem mit Strukturfragen beschäftigt ist. Kreative Wiederbelebungen großer Reihen entstehen selten in einer Phase, in der gleichzeitig Jobs wegfallen und Führungspositionen neu geordnet werden müssen.
Einordnung für die Gaming-Industrie
Der Fall passt leider in ein breiteres Muster. 2026 sehen wir fast im Wochentakt Meldungen über Entlassungen, Studioschließungen oder interne Neuausrichtungen. Beispiele dafür haben wir bereits bei den Warner-Bros.-Montréal-Entlassungen und beim EA-Realignment rund um Battlefield eingeordnet. Der rote Faden ist fast immer derselbe: Unternehmen halten an wichtigen Marken fest, verschlanken aber die Strukturen dahinter.
Für Spielerinnen und Spieler ist das nicht nur eine Business-Randnotiz. Wer neue Releases kauft, achtet inzwischen stärker darauf, ob ein Studio langfristig stabil wirkt. Das beeinflusst auch Suchanfragen rund um PC Spiele günstig kaufen legal, Gaming Deals Deutschland oder einen CD Key Preisvergleich. Vertrauen in Support und kreative Kontinuität wird bei großen Produktionen immer relevanter.
Kurze Einschätzung
Die Entlassungen bei Eidos Montréal wirken wie mehr als nur ein weiterer Sparkurs. Wenn 124 Stellen wegfallen und gleichzeitig der langjährige Studiochef geht, spricht vieles für einen spürbaren Richtungswechsel. Für das Studio ist das ein Einschnitt, für die Branche ein weiteres Warnsignal: Selbst traditionsreiche Teams mit starkem Namen sind vor der aktuellen Konsolidierungswelle nicht geschützt.
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