Sony und Insomniac haben Marvel’s Wolverine kurz vor dem Release noch einmal deutlich greifbarer gemacht. Das neue Hands-on von PlayStation schärft vor allem drei Bereiche: Bolivar Trask als ideologischen Gegenspieler, Team X als konfliktreiches Mutantenumfeld und ein Kampfsystem, das Wut zum spielmechanischen Kern macht. Für den PS5-Herbst 2026 ist das wichtig, weil der Titel dadurch konkreter und lesbarer wirkt als in vielen früheren Marketing-Schüben.
Laut PlayStation beginnt die Vorschau mit einer Mission in Telambang, wo Wolverine wieder mit Team X unterwegs ist. Ziel ist eine Infiltration in eine Anlage des Industriellen Bolivar Trask, der Mutanten entführt, untersucht und beseitigt. Dazu kommen Figuren wie Mystique, Sabretooth, Jean Grey und später Omega Red. Auch die Store-Beschreibung zieht dieselbe Linie: Logan kehrt drei Jahre nach seinem Ausstieg zu Team X zurück und muss in Kanada, Japan und Madripoor gegen Trasks Netzwerk vorgehen. Damit ist inzwischen deutlich klarer, welche Achse die Geschichte trägt. Wer die frühere Kommunikation verfolgt hat, kennt schon den Story-Trailer mit The Hand und Deathstrike und das Wolverine-Bundle für die PS5. Das Hands-on macht nun sichtbar, wie diese Marketing-Signale im eigentlichen Spiel zusammenlaufen sollen.
Trask gibt dem Spiel eine härtere Stoßrichtung
Der spannendste Punkt ist Trask selbst. In vielen Superheldenspielen reicht ein großer Name als Gegner völlig aus, doch hier wirkt der Konflikt direkter. Das Hands-on beschreibt Trask nicht bloß als Strippenzieher, sondern als Milliardär, der Mutanten systematisch jagt und ihre Existenz als Bedrohung behandelt. Dadurch bekommt Wolverines Gewalt einen erzählerischen Kontext, der über reine Spektakel-Action hinausgeht. Der Gegner steht für eine Welt, in der Mutanten verborgen leben müssen, und genau dagegen prallt Logans Zorn immer wieder.
Diese Anlage passt gut zu dem, was Sony schon seit Wochen aufbaut. Marvel’s Wolverine erscheint hier als Actionspiel mit Loyalitätskonflikten, innerer Reibung und politisch aufgeladener Bedrohung. Schon der frühere Beitrag zu Marvel’s Wolverine mit Story-Trailer und The Hand deutete an, dass Insomniac mehr will als reine Fanservice-Momente. Das Hands-on bestätigt diese Richtung stärker, weil Trasks Rolle jetzt als Motor für Story, Missionen und Bosskämpfe zugleich lesbar wird.
Das Rage-System scheint mehr als nur Show zu sein
Fast noch wichtiger ist die spielerische Seite. PlayStation beschreibt ein Kampfsystem, in dem Wolverine Gegner anspringt, Spezialtechniken freischaltet und über drei Rage-Tiers immer brutaler wird. Mit steigender Wut verstärken sich Kombos, Heilung und kritische Angriffe. Dazu kommen freischaltbare Adaptationen, also längerfristige Verbesserungen für Gesundheit, Rage-Leiste und Spielstil. Das klingt nach einem System, das nicht nur auf rohe Härte setzt, sondern bewusst zwischen Aggression, Risiko und Erholung balanciert.
Genau hier kann sich das Spiel von vielen Standard-Actiontiteln absetzen. Rage ist oft nur ein Effekt mit roter UI und größerem Schaden. Bei Marvel’s Wolverine scheint die Wut hingegen direkt an Tempo, Überlebensfähigkeit und taktile Brutalität geknüpft zu sein. Zugleich erwähnt das Hands-on Schleichpassagen mit Enhanced Senses, störende Ability Inhibitors und den Sentinel-Prototyp als Boss, der Timing und Geduld verlangt. Das ist relevant, weil Insomniac damit offenbar nicht nur dieselbe Taste immer härter drücken will. Wer Sonys aktuelle PS5-Linie insgesamt verfolgt, sieht einen ähnlichen Fokus auf klar lesbare Systemsignale auch bei Ghost of Yōtei Complete Edition oder bei Phantom Blade Zero mit Vorbestellstart.
Madripoor soll der Welt Luft zum Atmen geben
Neben Kämpfen zeigt das Hands-on auch ruhigere Momente in Madripoors Lowtown und in der Princess Bar. Dort spricht Logan mit Jean Grey, Mystique und Sabretooth, folgt Gerüchen, entdeckt Gespräche oder sammelt versteckte Materialien. Hinzu kommen Nightmare Doors, die in traumartige Prüfungen mit Erinnerungsfetzen führen. Das wirkt nach einer klugen Entscheidung. Ein Spiel mit Wolverine braucht Härte, aber es braucht genauso Räume, in denen Logan als Figur mehr ist als eine Klinge auf zwei Beinen.
Unterm Strich liefert dieses Hands-on genau die Art von Zwischenstand, die ein großer Herbsttitel rund einen Monat vor Launch braucht. Die Story hat jetzt ein schärferes Zentrum, das Kampfsystem wirkt eigenständiger, und die Welt scheint mehr zu sein als bloße Arena für Finisher. Wenn Insomniac diese Mischung bis zum 15. September sauber trägt, könnte Marvel’s Wolverine einer der prägnantesten PS5-Starts des Jahres werden. Mehr Meldungen aus demselben Bereich findet ihr im Game-News-Hub.
Quelle: Hands-on report: Marvel’s Wolverine und Marvel’s Wolverine
