Muramasa: Revenant Blades hat endlich einen festen Termin: Das japanisch inspirierte Action-RPG von Vanillaware und Marvelous erscheint am 4. Februar 2027 für PS5. Sony nennt dazu das Datum und zeigt ein neues Gameplay-Video, das den Umfang der Neuauflage klarer macht. Aus dem früheren Vita-Favoriten wird kein bloßer Port. Geplant ist eine zusammengeführte und technisch aufgefrischte Fassung mit zusätzlichen Komfort- und Präsentationsfunktionen.
Für PlayStation ist das eine passende Meldung kurz nach dem breiten September-Schub. Während Sony zuletzt mit großen Namen wie Marvel’s Wolverine und mehreren State-of-Play-Ankündigungen Reichweite aufgebaut hat, besetzt Muramasa eine andere Nische: handgezeichnete 2D-Action, Rollenspiel-Fortschritt und ein sehr eigener Vanillaware-Stil. Genau solche Spiele geben dem PS5-Kalender zwischen Blockbustern und Abo-Neuzugängen mehr Kontur.
Eine komplette Muramasa-Fassung
Der Kern der Ankündigung ist die Zusammenlegung von Muramasa: Rebirth und den Side-Story-DLCs aus Genroku Legends. Damit steckt in Revenant Blades die Hauptgeschichte samt späterem Zusatzstoff in einer gemeinsamen Fassung. Marvelous spricht außerdem von einer überarbeiteten HD-Präsentation und Verbesserungen am Schwertkampfsystem.
Das ist wichtig, weil Muramasa lange ein Spiel war, das vielen nur aus Erzählungen oder alten Handheld-Erinnerungen bekannt ist. Die Vita-Version hatte ihren festen Kreis, war aber an eine Plattform gebunden, die 2027 für neue Spieler kaum noch selbstverständlich erreichbar ist. Auf PS5 kann Marvelous den Titel nun neu platzieren, ohne den ursprünglichen Charakter zu glätten.
Sechs Figuren statt einer geraden Linie
Inhaltlich bleibt der Genroku-Rahmen erhalten. Die Handlung spielt in einer übernatürlich aufgeladenen Version Japans, in der verfluchte Klingen, Rachemotive und Dämonen echte Triebkräfte sind. Laut PlayStation gibt es sechs spielbare Protagonisten, deren Geschichten jeweils eigene Ziele und Konflikte haben. Spieler müssen diese Erzählungen nicht streng nacheinander erleben und können sie in freierer Reihenfolge angehen.
Diese Struktur passt gut zu Vanillaware. Das Studio arbeitet oft mit Figurenensembles, klaren Silhouetten und stark verdichteten Schauplätzen. Nach außen sieht das schnell wie reine Bilderbuchpracht aus, spielerisch lebt es aber davon, dass verschiedene Perspektiven dieselbe Welt anders einfärben. Für ein Remaster ist das ein Vorteil: Wer das Original kennt, bekommt mehrere Einstiegspunkte; wer neu dazukommt, muss sich nicht durch eine einzige lange Hauptlinie arbeiten.
Kampf mit mehr Griff
Das neue Gameplay-Material stellt vor allem die Schwertkämpfe heraus. Normale Angriffe lassen sich zu Kombos verbinden, Dashes und Sprünge erweitern den Bewegungsradius, und Paraden sollen sogar gegen bestimmte Fernangriffe funktionieren. Dazu kommen Spezialfähigkeiten, die als einzelne starke Aktionen, Flächenangriffe oder Distanzoptionen eingesetzt werden können.
Spannend ist dabei weniger die reine Geschwindigkeit als die Frage, wie viel Kontrolle das Spiel gibt. Kisuke und Momohime schmieden neue Schwerter mit eigenen Fähigkeiten, während Okoi, Gonbe, Arashimaru und Rajaki über Training neue Techniken und Talismane erschließen. Seelen besiegter Gegner dienen als Ressource für diesen Fortschritt. Das klingt nach einer sinnvollen Modernisierung, weil die Kämpfe durch Builds und Fertigkeiten mehr Lesbarkeit bekommen können.
Extras für Fans und Rückkehrer
Marvelous ergänzt die Neuauflage um mehrere Zusatzmodi. Genannt werden ein Scroll, eine Galerie, ein Character Viewer und ein Replay-Modus für bereits erlebte Ereignisse. Außerdem soll es einen klassischen Modus geben, der die Vita-Versionen von Muramasa: The Demon Blade und Genroku Legends in überarbeiteter Grafik bewahrt.
Gerade dieser Punkt ist klug. Remaster geraten schnell zwischen zwei Erwartungen: Neue Spieler wollen moderne Schärfe und Komfort, alte Fans wollen nicht das Gefühl haben, dass ihr Lieblingsspiel ersetzt wurde. Revenant Blades scheint beide Gruppen getrennt anzusprechen, statt einen Mittelweg zu erzwingen. Das kann die Neuauflage glaubwürdiger machen als eine reine HD-Packung.
Ein kleiner, aber wichtiger PS5-Termin
Der 4. Februar 2027 setzt Muramasa: Revenant Blades früh in ein Jahr, das für PS5 ohnehin dicht werden dürfte. Nach Meldungen wie Final Fantasy VII Revelation für 2027 und dem jüngsten PS5-Marketing rund um kommende Spiele ist der Kalender nicht arm an großen Namen. Trotzdem braucht eine Plattform auch solche kuratierten Lückenfüller mit eigenem Profil.
Unterm Strich ist die Ankündigung deshalb mehr als Nostalgiepflege. Muramasa: Revenant Blades bringt einen schwer zugänglichen Vanillaware-Titel zurück, bündelt Hauptspiel und DLCs, gibt dem Kampfsystem mehr moderne Sichtbarkeit und lässt die alte Fassung nicht verschwinden. Wenn die Umsetzung technisch sauber bleibt, könnte der Februar-Termin für Action-RPG-Fans ein früher Pflichtblick werden. Weitere Meldungen aus diesem Bereich findet ihr im Game-News-Hub.
