Kiwi Walks hat Shade of the Marionette: The Story of Piyorita angekündigt und damit die nächste größere Bewegung im WitchSpring-Universum gesetzt. Der Titel soll 2027 für PC via Steam sowie für noch nicht genauer benannte PlayStation-, Xbox- und Nintendo-Konsolen erscheinen. Gematsu führt in der Plattformübersicht unter anderem PS5, Xbox Series und Switch 2, während die offizielle Ankündigung selbst beim genauen Konsolenzuschnitt noch vorsichtig bleibt.
Für deutsche Gaming News ist die Meldung deshalb interessant, weil Shade of the Marionette nicht wie ein einfacher Serienanhang wirkt. Kiwi Walks beschreibt das Spiel als storygetriebenes 3D-Action-RPG mit zugänglichem, schnellem Kampfsystem, Crafting und einer Struktur, in der versteckte Räume die Reihenfolge von Szenen beeinflussen. Das klingt kleiner als ein Blockbuster-Rollenspiel, aber deutlich ambitionierter als eine reine Nebenepisode.
Piyorita steht im Zentrum
Die Hauptfigur heißt Piyorita, eine stille Puppe ohne Erinnerung und Gefühl. Sie erwacht im sogenannten White Nest, folgt einer vertrauten Stimme und soll andere Puppen absorbieren, um zur Masterpiece zu werden. Schon diese Grundidee macht klar, dass Kiwi Walks stärker auf märchenhafte Fremdheit als auf klassische Heldinnenreise setzt.
Das ist ein passender Schritt für die Marke. WitchSpring lebt seit Jahren von einer Mischung aus niedlicher Oberfläche, Melancholie und Rollenspielmechanik. Shade of the Marionette verschiebt diesen Kern nun in ein deutlicheres Actionformat. Statt nur Figuren aufzubauen oder Zutaten zu sammeln, geht es um Räume hinter einem Spiegel, konkurrierende Failures und eine Heldin, die ihren eigenen Zustand erst verstehen muss.
Wer die japanisch und koreanisch geprägten RPG-Meldungen der letzten Monate verfolgt hat, erkennt darin einen vertrauten Trend: kleinere Studios nutzen bekannte Markenwelten, um sehr gezielte Konsolenspiele zu bauen. Ähnlich spannend war zuletzt schon die Neuaufstellung von Fate/EXTRA Record mit Aniplex und Switch 2 oder die Konsolenankündigung zu White Cat Project Infinity.
Räume, Puppen und Crafting greifen ineinander
Mechanisch setzt Kiwi Walks auf mehrere Schichten. Im White Nest sollen Spieler Waffen, Fallen und Zauber vorbereiten, Kostüme wechseln und gefangene Bosse verwalten können. In den Räumen dahinter sammelt Piyorita Materialien, kämpft gegen andere Puppen und nutzt Ressourcen, um neue Ausrüstung oder Magie herzustellen.
Besonders auffällig ist das Puppensystem. Besiegte Bosse können unter bestimmten Bedingungen selbst zu Dolls werden, die Piyorita im Kampf unterstützen. Das könnte dem Spiel mehr Identität geben als ein gewöhnliches Begleiter-System, weil die Gegner nicht nur als Trophäen enden, sondern als taktische Erweiterung zurückkehren. Entscheidend wird, wie stark diese Dolls wirklich Spielstile verändern. Wenn sie nur passive Boni liefern, bleibt das System hübsche Kulisse. Wenn sie eigene Aktionen, Synergien und klare Rollen bekommen, kann daraus der eigentliche Kern entstehen.
Der Kampf soll laut Steam-Beschreibung schnell, stilvoll und zugänglich sein. Genannt werden Zielhilfe, unbegrenzte Ausweichbewegungen, Schwertkampf, verschiedene Waffen, Magie und dreidimensionale Arenen, in denen Deckung, Höhenunterschiede und Laufwege eine Rolle spielen. Das klingt nach einem Action-RPG, das nicht über komplexe Eingaben wirken will, sondern über Bewegung, Lesbarkeit und Vorbereitung.
Warum Switch 2 und PC wichtig sind
Dass Gematsu Switch 2 in der Plattformliste führt, passt gut zur Art des Projekts. Ein kompaktes Action-RPG mit klaren Räumen, Crafting und Storyabschnitten kann auf einer tragbaren Nintendo-Plattform sehr gut funktionieren. Gleichzeitig ist PC via Steam wichtig, weil WitchSpring dort bereits ein Publikum hat und kleinere Rollenspiele oft über Wunschlisten, Demo-Feedback und langfristige Community-Pflege wachsen.
Noch offen bleibt, welche Konsolen Kiwi Walks am Ende offiziell einzeln benennt. Auch ein genaues Releasefenster innerhalb von 2027 fehlt. Bei einem Spiel dieser Größe ist das kein kleines Detail: Gerade Action-RPGs müssen früh zeigen, ob Kampffluss, Bildrate und Übersicht stimmen. Eine hübsche Idee reicht nicht, wenn Arenen unruhig werden oder Begleiter im Effektgewitter untergehen.
Trotzdem wirkt die Ankündigung substanziell. Es gibt eine klare Hauptfigur, ein ungewöhnliches Setting, konkrete Systeme und einen Teaser, der die düstere Puppenfantasie sichtbar macht. Für WitchSpring-Fans ist das ein neues Kapitel, für Action-RPG-Spieler ein Projekt, das man im Auge behalten sollte. Weitere Meldungen dieser Art sammeln wir im Game-News-Hub, besonders wenn Kiwi Walks die Plattformen und den Termin genauer festzurrt.
Quelle: WitchSpring action RPG Shade of the Marionette: The Story of Piyorita announced for consoles, PC
