Slay the Spire 2 hat im März 2026 laut einer Auswertung von Alinea Analytics die meisten Verkäufe auf Steam erzielt. Eurogamer berichtet unter Berufung auf die Analyse, dass Mega Crits Deckbuilder-Sequel auf geschätzte 5,3 Millionen verkaufte Einheiten kam und damit deutlich vor Crimson Desert sowie Resident Evil Requiem lag. Für den PC-Markt ist das bemerkenswert, weil hier kein klassischer AAA-Blockbuster vorne steht, sondern ein Early-Access-Spiel aus einem Genre, das lange als eher spezialisiertes Publikum galt.

Die Kernaussage der Quelle ist klar: Slay the Spire 2 soll im März rund 108 Millionen US-Dollar Umsatz auf Steam erzielt haben. Crimson Desert folgt demnach mit geschätzten 1,9 Millionen Verkäufen, während Climber Animals Together und Resident Evil Requiem jeweils bei rund 1,2 Millionen Einheiten liegen sollen. Diese Zahlen stammen aus einer Marktanalyse und nicht direkt von Valve oder den beteiligten Studios. Genau deshalb lohnt sich ein nüchterner Blick auf das, was sich daraus belastbar ableiten lässt.

Warum die Zahl für den Steam-Markt so auffällig ist

Ein Deckbuilder im Early Access an der Spitze der Monatsverkäufe ist kein alltägliches Bild. Normalerweise dominieren dort große Action-Marken, Multiplayer-Schwergewichte oder aggressive Rabattaktionen. Dass Slay the Spire 2 diesen Platz einnimmt, spricht vor allem für drei Dinge: hohe Markenbindung des Vorgängers, starke Sichtbarkeit auf Steam und eine Community, die schon vor dem finalen Release bereit ist einzusteigen.

Gerade auf Steam wirken solche Dynamiken oft wie ein Verstärker. Wer früh stark startet, landet prominenter in Empfehlungen, Charts und Wunschlisten-Logiken. Damit wächst die Reichweite zusätzlich. So kann ein Spiel mit klar erkennbarem Nischenkern plötzlich Mainstream-Zahlen erreichen, ohne seine Identität komplett zu verwässern.

Schon zum Early-Access-Start war zu sehen, wie viel Zugkraft das Projekt besitzt. Unser früherer Überblick zu Slay the Spire 2 im Early Access zeigte bereits, dass Mega Crit nicht nur auf bekannte Routinen setzt, sondern den zweiten Teil bewusst größer aufzieht.

Was Eurogamer und Alinea Analytics konkret behaupten

Eurogamer übernimmt die Alinea-Zahlen mit dem wichtigen Hinweis, dass es sich um Schätzungen handelt. Das ist kein Detail, sondern der entscheidende Kontext. Belastbar bestätigt ist aus der Primärquelle also nicht, dass exakt 5,3 Millionen Exemplare verkauft wurden, sondern dass ein Marktanalyst Slay the Spire 2 im März vor der Konkurrenz sieht.

Trotzdem ist die Größenordnung interessant. Wenn ein Early-Access-Titel selbst in einem analytischen Schätzmodell so deutlich vor einem Prestigeprojekt wie Crimson Desert mit 3 Millionen Wishlists auf Steam landet, zeigt das, wie stark die Nachfrage aktuell sein muss. Dass zugleich auch Resident Evil Requiem mit Steam-Rekord in derselben Tabelle auftaucht, macht den Vergleich noch schärfer: Hier schlägt kein Außenseiter schwache Konkurrenz, sondern ein Kartenspiel-Roguelike mehrere sehr sichtbare Releases.

Alinea-Analyst Rhys Elliott hebt außerdem hervor, dass das Spiel schon kurz nach dem Start außergewöhnlich hohe Umsätze erzielt habe. Für Mega Crit ist das vor allem deshalb relevant, weil Early Access damit eher wie ein Geschäftsmodell mit sofort enormer Reichweite wirkt als wie eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Warum Early Access hier kein Warnsignal sein muss

Viele Spieler lesen Early Access immer noch als halbfertigen Zwischenstand. Bei Slay the Spire 2 scheint der Markt das derzeit anders zu werten. Das Spiel profitiert davon, dass der erste Teil als Referenz für das Genre gilt und Mega Crit sich in der Kommunikation bisher recht klar positioniert. Auch die spätere Diskussion um Balance-Änderungen hat dem Momentum offenbar nicht geschadet, sondern eher gezeigt, wie aktiv die Community den Kurs begleitet. Dazu passt auch unser Artikel über Mega Crits harten Patch-Kurs im Early Access.

Für PC Gaming News ist das eine spannende Verschiebung. Der Erfolg deutet darauf hin, dass 2026 nicht nur technisch bombastische Großproduktionen Aufmerksamkeit ziehen. Auch Spiele mit klarer Systemtiefe, hoher Wiederholbarkeit und starkem Genre-Profil können die Monatscharts prägen, wenn Vertrauen in Marke und Studio vorhanden ist.

Was man aus den Verkaufsdaten nicht herauslesen sollte

So stark die Meldung klingt, sie ersetzt keine langfristige Bewertung. Aus der Quelle geht weder hervor, wie stabil sich die Verkäufe im April entwickeln, noch wie hoch Rückgaben, regionale Unterschiede oder spätere Konsolenpläne ausfallen. Ebenso wenig ist belegt, dass Slay the Spire 2 damit automatisch das größere Kulturergebnis liefert als die Konkurrenz.

Was man aber durchaus festhalten kann: Die Mischung aus starkem Namen, klarem Genreversprechen und Steam-Sichtbarkeit funktioniert gerade außergewöhnlich gut. Wer nach Game Keys günstig oder PC Spiele günstig kaufen legal sucht, bekommt hier also kein Discount-Phänomen, sondern ein Spiel, das offenbar aus eigener Nachfrage heraus oben steht.

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Kurze Einschätzung

Mein Eindruck: Spannend ist hier nicht nur der gewonnene Monatschart. Wichtiger ist, wie deutlich die Meldung zeigt, wie groß der Markt für systemstarke PC-Spiele inzwischen geworden ist. Wenn ein Deckbuilder im Early Access solche Zahlen erreicht, ist das für den Steam-Markt fast die interessantere Nachricht als der nächste vorhersehbare AAA-Sieg.

Quelle: Slay the Spire 2 beats Crimson Desert and Resident Evil Requiem as March’s biggest-selling game on Steam