In einer Branche, die von ständigen Umwälzungen und Unsicherheiten geprägt ist, hat Tencent erneut zugeschlagen und ein weiteres westliches Studio geschlossen. TiMi Montréal, das vor fünf Jahren gegründet wurde und sich auf die Entwicklung von AAA-Open-World-Spielen für mehrere Plattformen spezialisiert hatte, musste am Freitag, den 20. Februar, seine Türen schließen. Diese Entscheidung kommt nicht überraschend, denn Quellen hatten bereits im Vorfeld gewarnt, dass ein Shutdown unmittelbar bevorstehe. Dennoch trifft die Realität die Betroffenen hart, wie ein leitender Gameplay-Programmierer auf LinkedIn mitteilte: Obwohl das Team wusste, was kommen würde, mache es die Situation nicht leichter.
TiMi Montréal stand unter der Leitung von Ashraf Ismail, dem ehemaligen Creative Director von Assassin’s Creed, der 2020 Ubisoft inmitten einer Welle hochprofilierter Abgänge verließ. Das Studio, das zuvor als Jade Studio bekannt war, konzentrierte sich in den letzten Jahren hauptsächlich auf Mobile-Spin-offs bekannter Franchises. Dazu gehörten Titel wie Pokémon Unite und Call of Duty: Mobile – letzteres zu unterscheiden vom mobilen Warzone-Spiel, das im April eingestellt werden soll. Die Entwickler arbeiteten an Projekten, die sie von ihrem Vorgänger übernommen hatten, und versuchten, innovative AAA-Erlebnisse zu schaffen, die plattformübergreifend spielbar sind. Doch trotz des Engagements und der Expertise des Teams konnte Tencent die Schließung nicht abwenden.
Ein leitender Designer des Studios äußerte sich ebenfalls auf LinkedIn und lobte die außergewöhnliche Qualität des Teams. Nicht nur in Bezug auf Talent, sondern auch hinsichtlich des Zusammenhalts sei die Gruppe etwas Besonderes gewesen. Es sei eine jener Erfahrungen, die einen lange begleiten, und er fühle sich privilegiert, Teil davon gewesen zu sein. Solche Aussagen unterstreichen die menschliche Seite dieser Unternehmensentscheidungen: Hinter den Namen von Studios stehen Menschen, deren Leidenschaft und harte Arbeit nun abrupt endet. TiMi Montréal war Teil des größeren TiMi Group, der zwischen 5000 und 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, was die Schließung eines einzelnen Standorts in einem riesigen Konzernkontext relativiert, aber für die Betroffenen nicht weniger schmerzhaft macht.
Diese Schließung reiht sich ein in eine Serie von Rückschlägen für westliche Studios unter chinesischer Führung. Tencent, ein Gigant in der Gaming-Welt, hat in den letzten Jahren mehrere Akquisitionen getätigt, um seinen Einfluss zu erweitern. Doch nicht alle Investitionen tragen Früchte, und in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit werden unrentable Teile abgestoßen. Die Gaming-Industrie kämpft derzeit mit Herausforderungen wie steigenden Entwicklungskosten und einem gesättigten Markt, was zu solchen Maßnahmen führt. Für Fans von Mobile-Games wie Call of Duty: Mobile bedeutet das möglicherweise Verzögerungen oder Änderungen in der Unterstützung, auch wenn der Hauptbetrieb des TiMi Group weiterläuft.
Ähnliche Entwicklungen sehen wir auch bei anderen Publishern. Ubisoft, das mit seiner Pipeline an Far Cry- und Assassin’s-Creed-Titeln weiter expandiert, hat ebenfalls mit internen Umstrukturierungen zu kämpfen gehabt. Die Branche ist in Bewegung, und während einige Studios schließen, entstehen anderswo neue Chancen. Dennoch wirft das Fragen auf, wie nachhaltig solche Expansionen sind, insbesondere wenn sie auf schnellem Wachstum basieren.
Insgesamt unterstreicht der Fall von TiMi Montréal die Volatilität der Gaming-Branche. Für Spieler, die auf der Suche nach günstigen Deals sind, könnte das bedeuten, dass Titel wie Pokémon Unite oder Call of Duty: Mobile in Zukunft weniger Updates erhalten – ein Grund mehr, bei Plattformen wie game-key-compare.com nach den besten Preisen für CD Keys zu schauen, um die neuesten Releases zu ergattern.
Am Ende bleibt ein bitterer Nachgeschmack: Es ist bedauerlich, dass talentiertes Personal in einer so kreativen Industrie derart unsicher lebt. Meine Einschätzung? Solche Schließungen könnten langfristig Innovationen bremsen, wenn erfahrene Teams auseinandergerissen werden. Die Branche braucht Stabilität, um wahre Meisterwerke zu schaffen, statt ständiger Umstrukturierungen.
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Quelle: Tencent shutters TiMi Montreal
