Dragon’s Dogma 2 ist da – und es fühlt sich an wie eine Neuinterpretation des Kult-Klassikers aus dem Jahr 2012. Capcom hat nicht einfach eine Fortsetzung gebastelt, sondern das Kernkonzept verfeinert: Ein actiongeladenes RPG mit einer Welt voller Geheimnisse, brutalen Kämpfen und unvorhersehbarer Chaos. Aber hält es, was es verspricht? In dieser Review werfen wir einen detaillierten Blick auf das Spiel, basierend auf umfangreichen Spielstunden. Spoiler: Es ist kein perfektes Abenteuer, aber eines, das süchtig macht.
Eine Welt voller Mysterien und Gefahren
Die offene Welt von Dragon’s Dogma 2 ist dicht gepackt mit Entdeckungen. Wälder, Klippen und Höhlen laden zum Erkunden ein, doch jede Wanderung birgt Risiken. Tagsüber lauern Wölfe und Goblins, nachts wird es richtig brutal – die Dunkelheit macht Kämpfe unvorhersehbar und intensiv. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es weniger künstliche Schwierigkeitspitzen, dafür eskaliert das Chaos schnell: Ein Wolfsrudel zieht einen Oger an, der wiederum einen Greifen provoziert. Plötzlich bist du in einem Massengefecht gefangen.
Reisen zu Fuß dominiert, da schnelle Teleportation rar ist. Ferrystones sind teuer, Ochsenkarren unsicher – sie können von Monstern zerstört werden und lassen dich mitten im Nirgendwo stranden. Das schafft ein Gefühl von Verletzlichkeit, das erfrischend ist, aber auch frustrierend wirken kann. Dennoch: Die Neugier siegt. Die Welt fühlt sich lebendig an, mit versteckten Pfaden und Quests, die ohne Markierungen auskommen. Es belohnt Abenteuerlust, nicht Task-Listen.
Kampf: Physik und Chaos im Vordergrund
Der Kampf ist das Herzstück – und er glänzt. Jeder Schlag fühlt sich wuchtig an, dank eines ausgeklügelten Physiksystems. Große Schwerter schleudern Feinde durch die Luft, und du kannst Monster klettern, um Schwachstellen anzugreifen. Größere Charaktere widerstehen besser Stößen, kleinere sind agiler. Das Erklimmen von Riesen ist actionreich, aber hackelig: Die Kamera spinnt oft, besonders in Ecken, und führt zu unnötigen Toden.
Monster variieren clever. Saurier in der Wüste haben harte Schuppen, Humanoide passen ihre Ausrüstung an. Besondere Bosse wie Medusa sind Highlights – einzigartige Kämpfe, die man zufällig entdeckt. Allerdings leidet die Framerate in großen Schlachten, was die Lesbarkeit mindert. Trotzdem: Der Mix aus Strategie und Improvisation macht süchtig.
Klassen und Pawns: Kreativ und kooperativ
Die Vokationen (Klassen) sind vielfältig und spaßig. Klassiker wie Kämpfer und Magier kehren zurück, ergänzt um Neuheiten wie den Mystic Spearhand – ein hybrider Kämpfer mit Magie und Mobilität, der an Dragoons erinnert. Der Warfarer mischt alles, der Trickster täuscht Feinde mit Illusionen. Jede Klasse fühlt sich einzigartig an, mit Skills, die Kämpfe variieren.
Pawns – KI-Begleiter – sind essenziell. Sie heilen, sammeln Items und teilen Wissen. Durch das Rift-System reisen sie in andere Welten und bringen Schätze zurück. Das asynchrone Multiplayer ist genial, doch die KI ist unzuverlässig: Pawns fallen von Brücken oder zögern bei Rettungen. Dennoch machen sie das Solo-Spiel abwechslungsreich.
Story und Quests: Intrigen mit Twists
Die Hauptgeschichte dreht sich um den Arisen, dessen Herz vom Drachen gestohlen wird. Politische Intrigen à la Game of Thrones peppen es auf, mit unerwarteten Wendungen. Charaktere wie ein exzentrischer Einsiedler oder ein reformwilliger Prinz bleiben hängen. Quests sind oft zeitkritisch – rette ein Kind vor Wölfen, oder es ist verloren. Städte belohnen Beobachtung: Folge Verdächtigen, und du stöberst Verschwörungen auf.
Technische Macken und Mikrotransaktionen
Leider plagen Bugs: Hackelige Kletterei, KI-Patzer und Framerate-Probleme. Die Kamera versagt in engen Räumen. Neu: Mikrotransaktionen für Items wie Ferrystones, die das Spiel erleichtern. Sie fühlen sich unnötig an, da alles farmbar ist, aber sie trüben den Eindruck.
Einschätzung: Dragon’s Dogma 2 ist ein rohes Juwel – chaotisch, aber fesselnd. Für Fans von anspruchsvollen Action-RPGs ein Muss, trotz Macken. Es belohnt Geduld mit unvergesslichen Momenten.
Quelle: Dragon’s Dogma 2 Review
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